Die Idee

Ein Wohnhaus für 4 Personen, 500 qm Grundfläche, 200 qm Nutzfläche, 250 000 Euro

Im Jahr 2001 lud das SZ-Magazin renommierte Architekten aus dem In- und Ausland zu einem Architekturwettbewerb ein: Gesucht wurde das Haus der Gegenwart – das SZ-Magazin Haus. Ein Wohnhaus am Stadtrand einer mitteleuropäischen Großstadt für vier Personen, mit einer Nutzfläche von etwa zweihundert Quadratmetern, auf einem Grundstück von fünfhundert Quadratmetern, zu einem Preis von zirka 250 000 Euro (reine Baukosten).

Kann man das Haus der Gegenwart bauen? Man kann. Gemeinsam mit Partnern wie der Landeshauptstadt München, der Bayerischen Hausbau GmbH und der Fördergesellschaft Landespflege Bayern e.V. wurde der Bau eines der Siegermodelle, der Entwurf von Allmann Sattler Wappner Architekten aus München auf dem Gelände der Bundesgartenschau 2005 in München-Riem realisiert. Die Möglichkeiten des Zusammenlebens in enger Symbiose mit der Natur stehen bei diesem Entwurf im Vordergrund. Architektonisch mit minimalen Mitteln umgesetzt sind die Übergänge zwischen Privatheit und Öffentlichkeit, Haus und Garten fließend. Denn die gewohnte Struktur des Einfamilienhauses wird hier auf den Kopf gestellt: Im Haus der Gegenwart liegen die privaten Bereiche im Erdgeschoss. Sie verfügen über separate Eingänge, Bäder und Gärten. Der aufgeständerte zentrale Wohnraum wird von den Individualräumen strukturell und bildlich getragen und verbindet sie räumlich. Die Oberflächen, innen wie außen, haben exemplarischen Charakter.

Seit der Fertigstellung im Jahr 2005 finden im Haus der Gegenwart regelmäßig Ausstellungen, Workshops und Podiumsdiskussionen zu den Themen Architektur, Design und Wohnen statt. Das Haus ist somit eine lebendige Plattform für Architekten, Designer, aber auch für die architektur- und designinteressierte Öffentlichkeit.